MRAM-Speicher: Querschnitt einer Speicherzelle (Bild: Wikipedia)

MRAM statt DRAM: Neue Speicherchips kommen

MRAM-Speicher: Querschnitt einer Speicherzelle (Bild: Wikipedia)
MRAM-Speicher: Querschnitt einer Speicherzelle (Bild: Wikipedia)

Bei den meistverwendeten Speicherchips bahnt sich in den nächsten Jahren ein technologischer Wechsel an. DRAMs sollen in fünf Jahren von magnetoresistiven Speicherchips, MRAMs (Magnetoresistive Random Access Memeory) abgelöst werden. MRAM-Speicher haben gegenüber DRAMs viele Vorteile: Sie sind nicht volatil, verlieren die darin gespeicherten Informationen also nicht, wenn sie nicht an der Stromversorgung angeschlossen sind; sie sind zehnmal schneller; sie bieten zehnmal mehr Speicherkapazität; und sie verbrauchen nur ein Drittel der Energie, die DRAMs für sich beanspruchen.

Um die Entwicklung von Verfahren für die Massenproduktion solcher Chips zu beschleunigen, haben sich nun rund zwanzig japanische und amerikanische Halbleiterhersteller zu einem Konsortium zusammengeschlossen, berichtet Nikkei. Darin vertreten sind hauptsächlich Firmen, die Maschinen und Materialien für die Chip-Produktion herstellen wie Tokyo Electron und Shin-Etsu Chemical, sowie Chip-Hersteller wie Micron Technology, die Nr.2 auf dem Speichermarkt nach Samsung. Die Firmen wollen gemeinsam ein Team von einigen Dutzend Wissenschaftlern an der japanischen Tohoku-Universität unter der Leitung von Tetsuo Endoh sponsern.

Offenes Rennen

Das Rennen um die Technologieführerschaft in diesem Bereich läuft eigentlich seit Beginn dieses Jahrhunderts und daran beteiligt sind alle namhaften Player im Halbleitergeschäft. Auch die deutsche Infineon arbeitet seit gut zehn Jahren gemeinsam mit IBM an der Entwicklung von MRAMs, 2004 zeigte sie einen ersten Prototyp. Und auch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) ist in Sachen MRAM-Forschung mit von der Partie.

Unterdessen finden bereits erste MRAM-Chips ihren Weg in heutige Geräte. Sie werden primär vom US-Startup Everspin produziert, das nach eigenen Angaben schon über 10 Millionen MRAM-Chips verkauft hat. Sie werden hauptsächlich in besonders schnellen SSDs (Solid State Disks) verwendet, um den Datenverkehr zu steuern, zuletzt in einer SATA III-SSD von Buffalo.

Sony PlayStation 4: Bereits ab zwei verkauften Spielen rentabel.

PlayStation 4: Herstellung kostet Sony 381 Dollar

Sony PlayStation 4: Bereits ab zwei verkauften Spielen rentabel.
Sony PlayStation 4: Bereits ab zwei verkauften Spielen rentabel.

Bereits vor rund zwei Monaten machten Gerüchte die Runde, dass Sony die PlayStation 4 nur mit Verlust verkaufen könne. Nun, da die Konsole tatsächlich verfügbar ist, wurde sie auseinandergebaut und eine genaue Aufstellung der Produktionskosten vorgenommen.

Die Spiele-Website Eurogamer berichtet im September, dass die PlayStation 4 rund 60 Dollar unter Produktionskosten verkauft wird. Diese konkrete Zahl wollte Sony Japan-Chef Masayasu Ito im Gespräch mit Eurogamer damals zwar nicht kommentieren, er bestätigte jedoch, dass die PS4 leicht defizitär verkauft werde.

Allerdings beeilte Ito sich auch, diese Aussage abzuschwächen. So rechnete er vor, dass Sony mit der PS4 bereits Gewinn mache, sobald ein Spieler ein PlayStation Plus Abo abschließe und einen Launch-Titel kaufe. Da sich diese zwei Komponenten auf etwas mehr als 60 Dollar addieren, dürfte diese Zahl damit wohl als indirekt bestätigt gelten.

PS4 in Einzelteilen: Komponenten und Zusammenbau summieren sich auf 381 Dollar.
PS4 in Einzelteilen: Komponenten und Zusammenbau summieren sich auf 381 Dollar.

Produktionskosten nur knapp unter Verkaufspreis

Nun hat iSupply sich die PS4 vorgeknöpft und in ihre Einzelteile gelegt. Laut dem Bericht, der AllThingsD vorliegt, belaufen sich die Materialkosten der PS4 sowie der benötigte Aufwand, um die Einzelteile zusammenzubauen, insgesamt auf 381 Dollar.

Alleine für CPU und RAM gehen mit 188 Dollar mehr als die Hälfte aller Materialkosten drauf. Weitere große Kostenfaktoren sind die Seagate-Festplatte im Einkaufswert von 37 Dollar und das Blu-ray-Laufwerk, für das Sony 28 Dollar zahlen muss. Der Controller der PS4 kostet in der Herstellung 18 Dollar.

Insgesamt liegen die Produktionskosten der PlayStation 4 damit lediglich 18 Dollar unter dem offiziellen Verkaufspreis von 399 Dollar. Wenn man bedenkt, dass zu den Produktionskosten noch indirekte Faktoren wie die Entwicklungskosten und Marketing-Kosten sowie direkte Faktoren wie Zwischenhändler-Margen und Logistikkosten kommen, so scheint die ursprüngliche Einschätzung, dass Sony pro verkaufter PS4 rund 60 Dollar Verlust macht, durchaus realistisch.

Da jedoch davon auszugehen ist, dass Sony dem durchschnittlichen PlayStation-4-Käufer mehr als ein Spiel verkaufen kann und dass viele Spieler nicht auf den Multiplayer-Modus eines Spiels verzichten wollen und sich daher PS Plus kaufen werden, dürfte die Refinanzierung der PS4 dennoch leicht möglich sein. Etwas anders gestalte es sich da noch beim Vorgänger PlayStation 3: Der kam anfangs mit einem Verlust von rund 300 Dollar pro verkaufter Konsole in den Handel

MSI Mini-Grafikkarte: Arbeitet eine GTX 760 auf der Platine?

MSI Mini-Geforce: Kurze Grafikkarte für Mini-ITX-PCs

MSI Mini-Grafikkarte: Arbeitet eine GTX 760 auf der Platine?
MSI Mini-Grafikkarte: Arbeitet eine GTX 760 auf der Platine?

MSI plant offenbar den Release einer Mini-Version der Geforce GTX 760, die auch in ITX-Systemen eingesetzt werden kann. Konkrete Informationen gibt es bislang nicht – mit Ausnahme von Bildmaterial.

Ideal für einen HTPC für Gamer

MSI hat auf seiner Facebook-Seite ein Bild einer sehr kurzen Grafikkarte veröffentlicht, dazu allerdings keine weitergehenden Informationen geliefert. Die Optik erinnert dabei frappierend an die Asus Geforce GTX 670 DirectCU II Mini, die im Frühling diesen Jahres auf den Markt gekommen ist. MSI nennt in dem Zusammenhang auch keinen Grafikchip. Wir vermuten allerdings, dass es sich um eine Geforce GTX 760 handeln könnte. Im Praxis-Test der GTX 760 loben wir das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die gute Kühlbarkeit des Grafik-Chipsatzes. Deshalb würde sich diese GPU auch für ein Mini-ITX-System eignen. Einen Release-Termin und einen Preis nennt MSI aktuell ebenfalls nicht.

Mini-Rechner liegen voll im Trend – große Gehäuse werden zudem immer mehr verdrängt. Die Gründe sind vielfältig: So braucht ein Mini-ITX-PC deutlich weniger Platz unter oder auf dem Schreibtisch, sieht meistens viel hübscher aus und bietet dennoch ausreichend Performance für Office, Internet und Co. Durch die Mini-Grafikkarten werden die kleinen PCs aber mittlerweile auch für Spieler interessant.

Qualcomm: Neuer Snapdragon-SoC angekündigt.

Snapdragon 805: Rasante Handy-CPU für 4k-Videos

Qualcomm: Neuer Snapdragon-SoC angekündigt.
Qualcomm: Neuer Snapdragon-SoC angekündigt.

Qualcomm hat mit dem Snapdragon 805 ein neues Mitglied der SoC-Familie (system on a chip) angekündigt, das dank höherer Taktfrequenz und stärkerer Grafikeinheit sogar 4k-Videos (Ultra HD) abspielen und aufnehmen kann.

Als CPU arbeitet beim Snapdragon 805 eine Krait 450 mit vier Kernen bei maximal 2,5 GHz. Die Grafik berechnet ein Adreno 420, der zumindest laut Qualcomms eigenen Angaben bis zu 40 Prozent schneller als das Vorgängermodell werkeln soll.

Für die versprochenen 4k-Videos sollte dann der H.265-Codec unterstützt, er soll ein besonders Akku-schonendes Abspielen der hochaufgelösten Filme ermöglichen. Den eingesparten Strom können die Käufer eines Smartphones mit Snapdragon 805 dann direkt an die WLAN-Antennen schicken: Dank Support für ac-WLAN könnten die Handys dann nämlich das Video für die Wiedergabe auch direkt an den Fernseher übermitteln. Für schnellen Funk außerhalb des eigenen WLANs unterstützt die neue Recheneinheit auf den Mobilfunkstandard LTE.

Bis erste Smartphones mit Qualcomms Snapdragon 805 erscheinen, dürfte es allerdings noch geraume Zeit dauern: Derzeit sichtet der Hersteller erste Samples der Chips, in der ersten Jahreshälfte 2014 sollen das entsprechende Geräte im Handel erhältlich sein.

AMD R9 290X: Bekommt wahrscheinlich eine Dual-GPU-Schwester.

AMD Vesuvius: Grafikkarte mit zwei GPUs in Planung

AMD R9 290X: Bekommt wahrscheinlich eine Dual-GPU-Schwester.
AMD R9 290X: Bekommt wahrscheinlich eine Dual-GPU-Schwester.

AMD plant ersten Gerüchten der Website VR-Zone nach eine Dual-GPU-Grafikkarte. Bei der „Vesuvius“ sollen zwei R9 290X-GPUs zum Einsatz kommen.

Mehr als das geben die Gerüchte jedoch nicht her. Man darf allerdings daraus schlussfolgern, dass die Vesuvius einen enormen Energiehunger und Kühlbedarf haben wird. Eine normale Radeon R9 290X verschlingt bereits 60 Watt mehr als eine Nvidia Geforce GTX Titan und der Lüfter wird sehr laut.

Zwei R9 290X müssen dann nicht unbedingt den doppelten Stromverbrauch bedeuten, potenzielle Käufer werden dennoch wahrscheinlich nicht um den Kauf eines extrem starken, neuen Netzteils herum kommen. Mehr Lüfter und damit eine höhere Lautstärke dürften auch sicher sein.